KÄfte am Set Die Tagebücher der deborah ranzini Dokumentarfilm, 26min
Kräfte am Set – Die Tagebücher der Deborah Ranzini Dem Dokumentarfilm „Kräfte am Set – Kraft des Kinos“ liegt das Tagebuch der ehemaligen Kunststudentin und Super8 Pionierin Deborah Ranzini zugrunde und er folgt ihren Reflexionen über den Film als revolutionäres Medium. Auf ihren Spuren geht die Narration den Rhetoriken der 68er Bewegung nach. Der Revolutionspathos, der ihre Tagebücher durchzieht, wird als für die Studentenbewegung typisches Motiv isoliert und bildet den Ausgangspunkt für weitere Recherchen. Die Erzählung beginnt mit Ranzinis Zeit als Studentin an der Akademie der Bildenden Künste München und den Studentenprotesten von 1968.Zu Wort kommen schließlich Erzähler, die das zeitgeschichtliche Panorama der Handelnden schildern. Da für Deborah die Kunst nicht im Stande ist „gesellschaftliche Umstände zu verändern und sie sich vom Filmen abwendet, sind von ihr nur Fragmente auf Super8 erhalten. Diese Fragmente leiten die Spur nach Lissabon, wo die stürmische Revolutionsschwärmerei in der Nelkenrevolution am 25. April 1974 von einer wirklichen Umwälzung aufgehoben wird. Die Kombination der autobiographischen Erzählung mit Kommentaren ausgewählter Zeitzeugen, found footage sowie analogem Super8 Filmmaterial, erzeugt ein zeitgenössisches kinematographisches Bild der Polyphonie, die das Phänomen „1968“ ausmacht. Ein Film von Mathias R. Zausinger Patrik Thomas Kalas Liebfried